Dilatative Kardiomyopathie (DCM oder DKM)

 

Das Herz ist der Motor des Lebens.
Ein Pumpwerk von unerreichter Ausdauer und Präzision, unermüdlich schlägt es von der Geburt bis zum Tod unseres Hundes. Das Herz schlägt je nach Größe und Rasse zwischen 80 und 120 mal pro Minute, man findet es am besten auf der linken Seite zwischen dem 3. und 6. Zwischenrippenraum. Dieses zentrale Pumporgan im Blutkreislauf läßt den Blutstrom in den Gefäßen immer in eine Richtung fließen. Die Herzerkrankungen beim Hund entstehen oft durch Schädigung der Herzklappen oder des Herzmuskels.  Dilitation heißt Erweiterung oder auch Vergrößerung, die Dilatative Kardiomyopathie (DCM) ist also eine Erkrankung des Herzmuskels bei der sich das Herz erweitert und schwach schlägt. Die Leistung eines Muskels und speziell in diesem Fall, ist die Auswurfleistung des Herzens unzureichend, es liegt demnach eine Pumpschwäche der Herzmuskulatur vor. Das herauspumpen des mit Sauerstoff angereicherten Blutes in die Muskulatur und Organe ist gestört, es können Störungen des Herzrhytmus, Herzstillstand, plötzlicher Tod der Deutschen Dogge folgen. Bei den Ursachen von Herzerkrankungen unterscheidet man jedoch zwischen den angeborenen, den erworbenen und den erblichen Erkrankungen. Angeboren bedeutet, das der Welpe bereits seit seiner Geburt diese Erkrankung hat, dies ist nicht gleichzusetzen mit dem Begriff erblich. Angeborene Krankheiten können verschiedene Ursachen haben, es können Entwicklungsstörungen des Fötus, Verletzungen im Mutterleib, Geburtstraumata aber unter Umständen auch gewisse erbliche Komponenten eine Rolle spielen. Erworben bedeutet, das der Hund diese Erkrankung im Laufe seines Lebens, also erst nach der Geburt erworben hat. Dies ist nicht gleichzusetzen mit dem Begriff, durch Haltungsfehler erworben. Für erworbene Krankheiten können sowohl Haltungsfehler als auch ererbte Merkmale eine Rolle spielen. ` Erworben `ist aber nicht gleichbedeutend mit `nicht vererbt`. Erblich bedeutet, das der Hund diese Erkrankung von mindestens einem Elternteil geerbt hat. Dies ist keinesfalls gleichzusetzen mit dem Begriff ´angeboren´. Für die Tatsache der Erblichkeit einer Erkrankung ist es nicht von Bedeutung, ob diese Krankheit nun angeboren ist oder sich im Laufe des Lebens entwickelt hat, daher erworben wurde. Hier zählen einzig und allein die genetischen Grundlagen. Es kann verschiedenen Hinweise geben, das ihre Deutsche Dogge an einer Herzerkrankung leidet. (Husten, Leistungsschwäche, blaue Zunge, blaue Schleimhäute, Atemnot, schnelle Atmung, Ohnmachtsanfälle, Einstellen der Futteraufnahme, Bauchwassersucht) Deshalb betrachten wir es als sinnvoll, die von uns zur Zucht eingesetzten Deutschen Doggen, auf diese Krankheit hin durch eine Herzultraschalluntersuchung untersuchen zu lassen.