Deutsche Dogge - „wie alles begann...“

 

Pfingsten 2007: Urlaub in Spanien. Wir liefen eine Einkaufsstraße entlang und waren so in unser Gespräch vertieft, dass ich "das Tier" am Gehsteig gar nicht bemerkte. Ich schaute nach rechts und bekam den Schock meines Lebens.

Die Augen einer schwarzen Dogge schauten mir (ich bin immerhin 1,71m groß) direkt in meine Augen.

Diesen Schock verdaut ging mir dieses imposante, majestätische und wunderschöne Lebewesen nicht mehr aus dem Kopf.

 

Zurück in Deutschland beschäftigten wir uns intensiv mit der Rasse und den idealen Haltungsbedingungen. Wir haben schon seit längerem mit dem Gedanken gespielt unsere Lebensgemeinschaft um einen Hund zu erweitern.

Wir beide hatten bereits Hundeerfahrung- allerdings mit bedeutend kleineren und auch leichteren Rassen. Ich hatte als Kind einen englischen Cockerspaniel und einen Appenzeller Sennenhund- Thorsten einen kleinen Mischling und einen Schäferhund.

 

Wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe, dann bin  ich nur sehr schwer, nein um ehrlich zu sein gar nicht mehr davon abzubringen. Kurz um - ich begann im Internet nach Welpen zu suchen - nach blauen Deutsche Doggen Welpen, da ich diesen Farbschlag am edelsten und elegantesten fand und auch heute noch finde.

Und es sollte so geschehen:

Der Zwinger "von der Hallenburg" hatte gerade Nachwuchs. Stolz wie Oskar informierte ich Thorsten von meinem Suchergebnis. Sein Kommentar: "wenn du siehst wie groß die sind, hat es sich sowieso erledigt" - dachte er (:-). Eine Woche später, Ende Juli 2007, fuhren wir dann nach Thüringen und lernten Coni Willenius samt der zwei- und vierbeinigen Familie kennen. Der kleine James hatte sofort mein Herz erobert. Eine Woche später zog der Schlumpf dann in unserer Wohnung in Nürnberg ein.

 

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei den Pflegeeltern Helga und Peter bedanken, ohne deren Hilfe hätten wir das Ganze berufsbedingt nicht stämmen können.

 

So verging die Zeit. Stühle, Bücher, Tapeten und so manche Hundebetten kamen und gingen- ja der kleine Schlumpf gab sein Bestes. Er ist für mich kein Hund, er ist mehr als ein Kind. So ein einfühlsames, gefühlvolles und liebesvolles Wesen gibt es kein zweites Mal auf diese Welt.

Danke Coni für dieses Geschenk.

 

Mitte 2009 beschlossen wir unseren Traum von einem Haus mit großem Garten zu verwirklichen. Dies sollte nur unter der Prämisse geschehen, dass James einen Spielkameraden bekommt, da sich die Pflegeeltern aufgrund der räumlichen Trennung nicht mehr um ihn kümmern konnten.

Ein kleiner Hund sollte es sein. Und wieder begann die Suche ohne Erfolg- bis ich eines Tages beim surfen auf Coni´s Homepage den Hilferuf fand. James Vollschwester wurde von Coni aus einer Zwingerhaltung zurückgekauft. Sie war in grauenhafter Verfassung, total scheu, abgmagert einfach grauenvoll.

Nun war es bei Thorsten "Liebe auf den ersten Blick", also fuhren wir wieder zu Coni, um zu sehen ob sich beide Hunde verstehen würden. Was für eine Frage. Luna hatte sofort die Hosen an und James eine rosarote Brille auf -ist Liebe schön !!!

 

Wie Sie bestimmt schon gemerkt haben, sind wir eher die spontanen Menschen, die Ihrem Herzen folgen. Also fuhr Thorstens Prinzessin gleich mit Heim. Die süße Maus dankt es uns seitdem tagtäglich in einer nicht zu beschreibenden Art.

Ihr Lieblingsplatz ist auf der Decke vor dem Kamin.

 

 

Deutsche Dogge - „Sanfte Riesen“

 

Wer ihr bereits begegnet ist, kennt ihre Wirkung auf den Betrachter. Sie ähnelt einer edlen Statue, der man zunächst mit sehr viel Respekt begegnet. Man sagt von ihr, sie ist der Apoll unter den Hunderassen, vereinigt sie doch in ihrer edlen Gesamterscheinung bei einem großen, kräftigen Körperbau,Stolz, Kraft und Eleganz.

 

Lernt man die Deutsche Dogge näher kennen, so ist sie freundlich, liebevoll und anhänglich gegenüber den Menschen, die sie kennt und legt ihre natürliche Zurückhaltung gegenüber Fremden schnell ab.

 

Trotz Ihres imposanten Erscheinungsbildes ist Sie im Umgang mit Kindern einer der vorsichtigsten und einfühlsamsten Hunderassen überhaupt.

 

 

Deutsche Dogge - Ursprung

 

Als Vorläufer der heutigen Deutschen Dogge gelten alte Bullenbeißer, Hatz- und Saurüden, die ein Mittelding zwischen starkem Mastiff und wendigen Windhund waren.

Bis zum Jahr 1878 existierten viele Namen für diese großen, starken Hunde z.B. Ulmer Dogge,  Dänische Dogge, Saupacker u.v.m., erst dann wurden alle Varietäten als „Deutsche Dogge“ bezeichnet. 1880 wurde ihr Standard festgelegt und dieser wird seit 1888 vom „Deutschen Doggen Club 1888 e.V.“ betreut.

 

 

Deutsche Dogge - Erscheinungsbild 

 

Die Deutsche Dogge gehört zu den molossoiden, doggenartigen Hunden und zeichnet sich durch Substanz, gepaart mit Adel, Harmonie der Erscheinung, eine wohlproportionierte Linienführung und einen ausdrucksvollen Kopf aus und zeigt in der Bewegung Kraft und Eleganz.

Sie wird in drei selbständigen Varietäten gezüchtet: Gelb und Gestromt, Gefleckt und Schwarz, Blau.

Gelbe und gestromte Doggen sollten eine schwarze Maske haben, die Farbe goldgelb sein, die Stromung möglichst gleichmäßig und klar gezeichnet sein und in Richtung der Rippen verlaufen.

Gefleckte Doggen, sogenannte Tigerdoggen sollten von möglichst reinweißer Grundfarbe ohne Stichelung sein, mit gut verteilten, ungleichmäßigen, zerrissenen lackschwarzen Flecken. In der Geflecktzucht fallen auch Grautiger, die eine graue statt der weißen Grundfarbe haben.

Schwarze Doggen können weiße Abzeichen an der Brust und an den Pfoten haben, hier kommen auch Varianten wie Manteltiger (weißer Fang, Hals, Brust, Bauch, Läufe und Schwanzspitze) und Plattenhunde (weiße Grundfarbe mit großen schwarzen Platten) vor.

Blaue Doggen haben eine stahlblaue bis dunkelgraue Grundfarbe und kleine weiße Abzeichen an Brust und Pfoten.

 

Rüden haben eine Größe von 80 – 90 cm, Hündinnen von 72- 84 cm.

 

Der Kopf der Deutschen Dogge sollte harmonisch zur Gesamterscheinung sein, schmal und markant mit breitem Nasenrücken und tiefem, rechteckigen Fang. Vorder- und Hinterhand müssen gut gewinkelt sein, mit starken Knochen und Muskeln und das Gangwerk sollte harmonisch, geschmeidig, raumgreifend und leicht sein.

 

Deutsche Dogge - Charakter

 

„Alle Hunde sind Haustiere, Deutsche Doggen sind Familie“!

 

Die Dogge wird im Standard als ein selbstsicherer, unerschrockener, leichtführiger und gelehriger Begleit- und Familienhund mit einer hohen Reizschwelle und ohne Aggressivverhalten beschrieben. Allerdings braucht sie ein wenig mehr Platz als andere Artgenossen!



Die Dogge ist ein ausgesprochener Familienhund, geduldig im Umgang mit Kindern und verträglich mit anderen Haustieren und. Sie hat einen natürlichen Schutztrieb, das heißt,  sie ist wachsam ohne besondere Ausbildung. Sie braucht Bewegung und Ablenkung (Spaziergänge,  Ausstellungs- und Ausbildungstraining), doch sollte ihr Bewegungsdrang nicht überfordert werden. Das gilt besonders in der Wachstumsphase, denn schließlich wächst eine Dogge im ersten Lebensjahr von 500-800 g Geburtsgewicht zu einer stattlichen Jungdogge von 50 – 60 Kg.

 

Die Erziehung der Deutschen Dogge ist einfach. Sie benötigt natürlich klare Vorgaben und Konsequenzen, denn schließlich hat eine ausgewachsene Dogge das Gewicht und die Kraft eines erwachsenen Mannes.

 

Das aber weiß sie selbst nicht, sondern verkörpert den „ sanften Riesen“!

 

 

Herkunft - Beschreibung - Wesen
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